Arche-Hard
ein Permakulturprojekt ist im 4. Jahr!
  • Willkommen!
    • Name
    • Kontakt
    • Neuigkeiten
    • Marktplatz - was gibt es grad?
    • ARCHE-o-LOGIK
  • Projekt Inhalte
    • Elemente
    • Der Partnerbetrieb - Das BEIBOOT >
      • Das BEIBOOT Tagebuch
    • Lebens MITTEL Punkt
    • Tausch Idee
    • Spirituelles
    • Bed and Breakfast
  • Unser Garten
    • und jetzt live: ARCHE 2016!
    • und jetzt live: ARCHE 2015!
    • und jetzt live: ARCHE 2014!
  • Permakultur
    • R-essourcen sparen
  • Termine/Treffen
  • Dabeisein
  • Links
  • Tagebuch

Sauerkraut statt Schokohasen

6/4/2015

1 Comment

 
Im Tagebuch des BEIBOOTES findet ihr neuste Einträge.

Ebenso unter NEUIGKEITEN.

Am 28. September letzten Jahres haben wir unser Filderkraut eingehobelt und ordentlich und lange zu Sauerkraut gestampft. Das kam dann fein säuberlich in unseren Gärtopf und wurde in einem kühlen Aussenraum abgestellt.
- Eifrige Mitleser können sich vielleicht erinnern....

Dann dachte ich, an Weihnachten sollte das Kraut spätestens aufgegessen sein. Doch dem war nicht so, denn: es war immer noch im Gärtopf.

Vielleicht kennt ihr das ungute Gefühl, das einen beschleicht, wenn man Dinge längst getan haben sollte,- es aber dann doch nicht erledigt hat,- und man dann irgendwann spürt: Jetzt ist's zu spät. Jetzt hab ich's verpasst. Mist!

So ging es mir mit diesem Kraut. Ich hatte im Herbst 2013 extra ein neues Beet gemacht, hatte ganz besondere Filderkrautsetzlinge (Pro Specie Rara / CH) ergattern können, hatte dieses Krautbeet dann gehegt und gepflegt. Dann schlug eine Pilzart zu, die "Adernschwärze / Xanthomonas Campestris" und drohte das Kraut zu vernichten. Doch dank guter Pflege konnten wir das meiste dennoch retten.
So hobelten wir eben sehr früh, schon ende September, ein. Sicher ist sicher, - sagten wir uns....

Und dann, dann schob ich es irgendwie eben ewig hinaus, diesen Krauttopfdeckel mal hochzuheben.
Anfangs aus Zweifel, es sei noch nicht fertig. Dann aus Zweifel, ob es wohl überhaupt gut geworden sei.....
....und irgendwann aus Zweifel, dass das Zeugs überhaupt noch essbar sein könnte.
Das machte mir irrerweise aber nicht nur Sorge, sondern beinahe Angst. Weil es zu keiner Relation im Vergleich zum betriebenen Aufwand gestanden hätte und weil ich dann einfach effektiv nur mir selbst Vorwürfe hätte machen können.
Und weil ich einfach der Ansicht bin, dass man im Leben zwar Vieles versuchen soll, dass aber unentschuligbare Dummheit NICHT dazugehört.

Nun ist Ostern und wenn wir den Deckel heute nicht heben würden, dann wohl nie mehr. Also los!

Mein Gatte am Deckelknauf. Ich am Auslöser der Kamera. Beide wagten wir es kaum zu atmen. - Was würde uns erwarten!?
Was wir daraufhin sahen, verschlug uns fast die Sprache:
- Einwandfreies Krautwasser!
- Obenauf schwamm die bekannte Kahmhefe. Das ist eine Art "Essigmutter" die sich unter Sauerstoffeinfluss bilden kann. Sie kann jedoch ganz leicht oben abgehoben werden und ist für die Qualität des Krautes nicht von Bedeutung.
- Und nachdem wir die beschwerenden Tonplatten entfernt hatten, waren auch die grossen Kratublätter die als Luftabschluss über dem Sauerkrautteil lagen, in bester Verfassung.
- Und das Kraut selber? - Der Wahnsinn!

Wir waren an sich in Begriff, nach dem Krauttopf-Gucken gemütlich einen Kaffee zu trinken. Doch das einzige was wir nun noch wollten, war eine zünfitge Portion dieses delikaten, frischen Sauerkautes!!!!!

obenaufschwimmende Kahmhefepilze
darunter delikater Sauerkrautsaft
Und dann das Kraut. Die oberste Schicht ist durch Oxydation etwas verfärbt.
Doch darunter erwartetet uns purstes Luxus-Kraut!!!
Ein ganzer 12-l-Eimer voll.
Da wir den Topf gleich leeren, fülle ich alles ab, etwas zum Einfrieren, etwas für den Kühlschrank, etwas zum Verschenken und etwas zum Gleich-Aufessen!!!! Mhhhh......
1 Comment
ute j.k. bemsel
18/2/2017 16:57:03

das kommt mir bekannt vor! ich mache jetzt schon seit ein paar jahren sauerkraut selber (aber mit gekauftem filderkraut vom gemüsehändler meines vertrauens...) und bisher hatte ich noch nie kahmhefe oben drauf! (wahrscheinlich, weil ich jede woche , wie in omas kochbuch beschrieben, das abdecktuch austausche, die steine abwasche und verdächtiges kraut abtrage?!) dieses jahr war ich mal so krank, daß an kontrolle nicht zu denken war....und wenn ich nicht zufällig ein buch über's fermentieren und eben auch ''kahmhefe'' gelesen hätte , dann hätte ich das ganze sofort entsorgt!
so habe ich den deckel wieder drauf gemacht, und warte jetzt noch ein bischen, bis es noch saurer geworden ist...
wie stand in dem buch so schön: ES IST ALLES GUT; SOLANGE ES UNTER DER LAKE RUHT!
na dann, RUHE SANFT!

Reply



Leave a Reply.

    Autorin (lieber aber "Out-doorin"!)

    Carolin

    Einfach um meine Freude des Entstehens und Wachsens rund um die ARCHE zu teilen.

    Bild

    RSS Feed

Powered by Create your own unique website with customizable templates.
Photo from marfis75